Ortsbild

Heute kann man sich Berenbostel um das Jahr 1800 mit 31 Häusern nicht mehr vorstellen. Sein dörflicher Charakter ist verloren gegangen.

Denn auch für Berenbostel brachte die vor einem Jahrhundert einsetzende Industrialisierung eine Umgestaltung des Lebensstils. Sie änderte nicht nur das wirtschaftliche, sondern ebenso das soziale Gefüge des Dorfes. Gewerbe, Handel und Verkehr erlangten das Übergewicht.

Das Bauerntum wurde mit der gewerblichen Durchdringung der Gemeinde und der wachsenden Zahl der Industriearbeiter zurückgedrängt. Die günstige Verkehrslage veranlasste immer mehr Menschen, in Berenbostel Wohnung zu nehmen. Schon im Jahre 1968 waren über 90 % der Berufstätigen auswärts beschäftigt.

Die alte Fachwerkbauweise wich dem Massivbau. Große Baugesellschaften veränderten immer mehr durch städtische Siedlungselemente das Ortsbild. Entlang vieler ehemaliger Feldwege entwickelten sich neue Dorfteile mit Wohnungen und gewerblichen Bauten. Die Wohnsiedlung "Auf dem Kronsberg" wurde gebaut, als sei sie aus Hannover direkt hierher verpflanzt worden.

Die rege Bautätigkeit ließ die Einwohnerzahl ungewöhnlich ansteigen. Im Jahre 1965 überschritt Berenbostel die Marke von zehntausend Einwohnern. Diese Zahl vergrößerte sich von 10.759 (1965) über 12.193 (1966), 14.268 (1971) auf ca. 16.325 (1999).

Die hohe Bevölkerungsdichte in Berenbostel, der Zuwachs an Arbeitplätzen in der Umgebung, die verbesserten Verkehrsanbindungen und die starke Zunahme privater und öffentlicher Dienstleistungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Planung des Großraumes Hannover.

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