Schulen

Die erste Schule von Berenbostel aus dem Jahre 1844 stand laut Chronik neben dem heutigen Haus der Jugend. Sie wurde später abgerissen und das Gelände als Schulgarten genutzt.

Das heutige Haus der Jugend (im Foto hinten links) wurde 1913 als Schule gebaut. Bis 1949 wurde hier in drei ordentlichen Klassenräumen und einer Baracke auf dem Nachbargrundstück Gosewisch unterrichtet. Später wurde dieses Gebäude als Gemeindebüro und als Dienstwohnung des Rektors genutzt. Es ist innen völlig neu gestaltet worden und dient heute als Jugendzentrum.

Durch den Zuzug vieler Vertriebener nach dem 2. Weltkrieg musste 1950 eine größere Schule errichtet werden. Das 1951 fertiggestellte Gebäude (im Foto vorn) war modern und enthielt schon ein Lehrer- und zwei Lehrmittelzimmer. An diesen Komplex wurden im Jahre 1953 moderne Toilettenanlagen angebaut.

Hier zum Vergleich einige Schülerzahlen:
1895: 116 Schüler
1915: 238 Schüler
1935: 131 Schüler
1949: 423 Schüler

Trotz des Ausbaus von Unterrichtsräumen im Kellerbereich blieb die Schule zu klein. Selbst als 1965 ein neuer Trakt mit acht Klassenräumen und die Sporthalle erstellt wurden, reichten die Räume nicht aus, da in diesem Jahr zusätzlich die Sonderschule aufgenommen werden musste. Der unermüdlich tätige Rektor Harry Grabs hatte mit seinen 23 Lehrereinnen und Lehrern viel zu tun, um für die 850 Kinder einen geordneten Unterricht zu organisieren.

Zur Entlastung wurde 1966 der Pavillon der Ratsschule gebaut. Er diente zunächst der Unterbringung der Sonderschule. Außerdem wurde 1966 für die Schüler der Volksschule ein Schulbau in Leichtbauweise an der Melanchthonstrasse errichtet. Dieser wurde später abgerissen, heute sind dort Einfamilienhäuser entstanden.

Weitere Raumprobleme sollten gelöst werden durch einen Neubau auf dem Kronsberg (auf dem Gelände des heutigen Cäcilienhofes und des Kindergartens) und durch einen sechzehnklassigen Neubau auf dem heutigen Schulzentrum III, der 1968 errichteten, sogenannten "Westschule". Inzwischen sind alle weiterführenden Schulen in das Schulzentrum III gewechselt. Die Ratsschule besteht heute noch als Grundschule.

Interessante Dokumente des schulischen Lebens sind Strafbücher. So bekam ein Schüler mit der linken Hand auf die rechte Wange einen Streich, weil er das Schulgebäude nach dem Unterricht nicht verlassen hatte. Ein anderer Schüler bekam 1967 einen Backenstreich, weil er einem Mitschüler laut sagte: "Rüdiger, du bist ein ganz blöder Hund."

Das Rauchen auf dem Schulgelände wurde in mehreren Fällen geahndet. Dafür gab es als Strafe, die Arbeit zu schreiben: "Warum man als junger Mensch nicht rauchen soll." Ein Schüler bekam eine Eintragung, weil er auf der Toilette mit einem "feststehenden Dolch" gespielt hatte und die "blanke Waffe" einem anderen übergeben hatte. Das Schulleben hat sich in den letzten Jahren doch sehr verändert.

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